Stromlücke
Als «Stromlücke» wird die sich abzeichnende Stromknappheit bezeichnet. Wirtschaft und Politik drängen daher auf schnelle und klare Lösungen, damit die Versorgungssicherheit zu wirtschaftlich tragbaren und ökologisch vernünftigen Bedingungen sichergestellt werden kann.
Für diese Entwicklung gibt es diverse Gründe:
- Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz nimmt zu – von heute 7,87 Millionen auf rund 9 Millionen im Jahr 2050 (Quelle: Bundesamt für Statistik, Szenario Trend 2010).
- Prognostiziertes Wachstum des BIP von 67 Prozent zwischen 2009 und 2050 (Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 2011).
- Ersatz von Öl und Gas durch Strom: Elektromobile, Wärmepumpen sowie der Ausbau des Schienenverkehrs erhöhen den Stromverbrauch.
- Der Stromverbrauch pro Einwohner steigt aufgrund steigender Wohnfläche und Anzahl elektronischer Geräte pro Person.
- Die bestehenden Importverträge mit dem Ausland – vor allem mit Frankreich – laufen ab 2018 aus.
- Die drei Kernkraftwerke Beznau I, Beznau II und Mühleberg gehen ab 2020 sukzessive vom Netz. Gösgen und Leibstadt folgen voraussichtlich 2029 und 2034.
- Die neuen erneuerbaren Energien werden auch bei sehr starkem Wachstum in Zukunft nur bedingt zur Versorgungssicherheit beitragen; ihr Anteil an der Schweizer Stromproduktion beträgt heute 2 Prozent, wovon rund drei Viertel aus Kehrrichtverbrennungsanlagen stammen.
Quelle: immergenugstrom.ch, die Dialogplattform zur Energiezukunft Schweiz